, Waldburger Fabrice

Zweite Niederlage in Folge

Bei kaltem Wetter verliert der FCN das glanzlose Derby gegen den FC Uzwil deutlich mit 3:0. Vor allem in der ersten Hälfte fehlte es den Stettern an Präsenz, Aggressivität, Willen und zündenden Ideen.

Die ohnehin aufgrund von Verletzungen dünn besetzte Equipe von Trainer Heinzelmann musste bereits vor dem Anpfiff den ersten Rückschlag hinnehmen. Als wäre das Stetter-Lazarett nicht schon voll genug, verletzte sich der in die Startelf gerückte Stebler beim Aufwärmen und musste nach wenigen Minuten durch Joel Schlegel ersetzt werden. Auch die restliche FCN-Mannschaft schien nicht wirklich ins Spiel zu finden und so übernahm der FC Uzwil von Beginn weg das Kommando über das Spielgeschehen. Gut fünfzehn Minuten konnte der FCN dem Druck standhalten und die Gefahr vom eigenen Tor fernhalten. In der 16. Minute war es eine einstudierte Eckball-Variante, die der FCN nicht mehr verteidigt kriegte und es klingelte im Kasten zum nicht unverdienten 1:0. Der FC Uzwil hatte deutlich mehr vom Spiel, dem FCN hingegen fiel es enorm schwer, Kombinationen über mehrere Stationen zu Stande zu bringen. So war es keine Überraschung, dass nach der Führung das Heimteam zu mehreren vielversprechenden Torchancen kam. Die beste Chance vergab der FCU-Stürmer in der 31. Minute, als er alleine vor Forrer auftauchte, allerdings sein Ziel verfehlte. Auf der anderen Seite kam der FCN aus seiner Starre kaum heraus, die Mannschaft wirkte wie gelähmt. Für den einzigen Torschuss seitens Stetten sorgte Bossi nach sage und schreibe 35 Minuten. Doch auch er setzte seinen Kopfball am Tor vorbei und so ging es mit einem, aufgrund der massiven Chancenüberzahl des Heimteams, glücklichen 1:0-Rückstand in die Pause.

Die Pause schien dem FCN gut getan zu haben. Die Stetter-Jungs kamen deutlich präsenter und einsatzfreudiger aus der Pause und zeigten den frierenden Fans, dass sie die Partie doch noch nicht aufgegeben haben. Mit viel Aufwand erarbeiteten sich die Gäste Chancen und kamen vor allem nach Standards zu guten Möglichkeiten. In der 50. und 53. Minute hatte Bossi die Chance zum Ausgleich auf dem Kopf, verfehlte aber beide Male knapp. In den fünfzehn Minuten nach der Pause zeigte der FCN insgesamt eine starke Leistung und hätte den Ausgleich durchaus verdient. Doch nach einer guten Stunde wurden die Hoffnungen des FCN abrupt zerschlagen. Mit der ersten nennenswerten Aktion des FCU wurde eine kleine Nachlässigkeit in der FCN-Defensive bestraft und die Gastgeber trafen entgegen dem Spielverlauf zum 2:0. Dieser Rückschlag schien den FCN wieder aus dem in der Pause gefundenen Gleichgewicht zu werfen. Die starke Viertelstunde nach der Pause ging vergessen und die Gäste verfielen wieder vermehrt in Passivität. Knapp zehn Minuten nach dem 2:0 wurde genau das bereits wieder bestraft. Nach einem unnötigen Foul traf der FCU mit einem herrlichen Freistoss aus spitzem Winkel erneut in die Maschen und machte den Deckel auf das Spiel. Die Gäste wurden zwar nach Standards weiterhin einigermassen gefährlich, der letzte Wille zum Tor fehlte allerdings. In der 81. Minute zeigte der FCN die einzige schnell vorgetragene Kombination im ganzen Spiel und kam tatsächlich zu einer zwingenden Möglichkeit. Der Kopf des FCU-Torhüters verhinderte allerdings den Ehrentreffer und so mussten sich die Stetter ohne eigenen Treffer geschlagen geben.

Insgesamt fehlte es dem FCN über weite Strecken an Durchschlagskraft, Aggressivität und spielerischen Lösungen. Gefahr ging, abgesehen von der einen Situation kurz vor Ende, ausschliesslich von Standards aus. Hinzu kam, dass der FCN es lediglich während guten fünfzehn Minuten schaffte, das Spiel an sich zu reissen und den Rhythmus vorzugeben. Nun heisst es: abhaken, kommenden Samstag 90 Minuten Vollgas geben und mit drei Punkten und einem guten Gefühl in die Winterpause gehen.

 

Hopp Stette!