, Waldburger Fabrice

Klatsche zum Hinrundenschluss

Im letzten Spiel der Vorrunde verliert der FCN gegen den Tabellenführer aus Bütschwil mit 6:1. Wie bereits vor einer Woche gegen Uzwil war der Gegner vor allem in der ersten Hälfte klar überlegen.

FCN: Willi; Jonas Wirth, Staubli, Allenspach (45' Rüst), Ra. Gämperli; Waldburger (71' Oliveira), Wagner, Koch (35' Sutter), Y. Wiesli (56' J. Schlegel); Y. von Dach, Hungerbühler (26' Stettler)

 

Ohne Druck und verstärkt durch die 2. Mannschaft und die Senioren ging der FCN ins letzte Hinrundenspiel. Der Matchplan gegen den Tabellenführer war einfach: Mit Einsatz und Kampfbereitschaft mithalten und möglichst lange die Null halten. Doch kaum pfiff der Schiedsrichter das Spiel an, zeichnete sich ab, dass die Umsetzung enorm schwierig werden würde. Die Gäste aus Bütschwil powerten sofort los, zeigten ihren Aufstiegswillen und liessen keinen Zweifel daran, dass sie die drei Punkte nach Hause nehmen wollen. So dauerte es lediglich vier Minuten, bis Willi das erste Mal hinter sich greifen musste. Ein perfekt getretener Eckball landete direkt im Tor und warf den Stetter Matchplan über den Haufen. Und bevor der FCN irgendeine Reaktion auf den frühen Rückstand zeigen konnte, schlugen die Gäste erneut zu. In der siebten Minute war es ein Konter, in der elften erneut ein Eckball und so waren in der Startviertelstunde die Fronten klar gesteckt – 0:3 für den FCB! Angesichts der Tatsache, dass die Gäste stets einen Schritt schneller, viel präsenter, aggressiver und durchschlagskräftiger waren schien diese Hypothek uneinholbar. Doch entgegen dem Spielverlauf und eingeladen von der FCB-Abwehr erhaschte sich Hungerbühler nach einer knappen halben Stunde mit all seiner Erfahrung einen Ball tief in der gegnerischen Hälfte, setzte sich mit seiner Masse gegen Innenverteidiger und Torhüter durch und schob abgeklärt zum 1:3 ein – ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Stetter! Allerdings konnte der FCN aus diesem Treffer kein Selbstvertrauen tanken, war weiterhin kaum in Ballbesitz und verschenkte die meisten Bälle, indem diese weit in des Gegners Hälfte geschlagen und dankbar von der bütschwiler Hintermannschaft in Empfang genommen wurden. So war es keine Überraschung, dass die Gäste nicht lange brauchten, um den Dreitorevorsprung wiederherzustellen. In der 32. Minute war es erneut ein Freistoss und ein unglücklicher Klärungsversuch, der den FC Bütschwil zum 1:4 einlud. In der letzten Viertelstunde hatten die Gäste weitere gute Chancen, verpassten es aber, den Deckel endgültig draufzumachen.

Wie bereits eine Woche zuvor im Derby gegen Uzwil, verpasste der FCN die erste Hälfte mehr oder weniger komplett und war nach der Pause gefordert. Die drei Punkte doch noch zu holen schien unrealistisch, doch zumindest sollten die Zuschauer für ihr Kommen mit einer aktiveren Stetter-Mannschaft belohnt werden. Und tatsächlich kam der FCN auch dieses Wochenende besser aus der Pause, versuchte vermehrt, den Ball mit kurzen, flachen Pässen laufen zu lassen und sich Chancen zu erarbeiten. Doch gegen die immer noch sehr präsenten Bütschwiler gestaltete es sich als enorm schwierig, sich in den gegnerischen Sechzehner zu kombinieren und zu vielversprechenden Abschlüssen zu kommen. So zeigte das Heimteam zwar gute Ansätze, doch es blieben meist dabei. Teilweise fehlte es an der Genauigkeit, teilweise an der richtigen Idee und letztlich auch am unbedingten Willen, Zählbares entstehen zu lassen und so kam der FCN trotz sichtlichen Bemühungen und einer Steigerung verglichen mit der ersten Hälfte kaum zu nennenswerten Chancen. Und nach 68 Minuten, während einer Phase, in der der FCN auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer spielte, kam die Ernüchterung. Ein Moment der Unachtsamkeit reichte den in der zweiten Hälfte unglaublich kaltschnäuzigen Gästen aus und der FC Bütschwil erhöhte nach einer schönen Kombination auf 1:5. Damit war die Luft draussen und der FCN schien sich darauf zu konzentrieren, keine weiteren Tore mehr hinnehmen zu müssen. Doch auch dieses Ziel wurde verfehlt und der FC Bütschwil traf nach einem unglücklichen Klärungsversuch zum 1:6 Endstand.

Mit dieser Niederlage geht der FCN mit einer sehr ungemütlichen Situation in die Winterpause. Zum einen gingen die letzten drei Spiele mit einem Torverhältnis von 2:12 verloren, zum anderen findet sich der FCN auf dem zweitletzten Tabellenplatz wieder, punktgleich mit dem Schlusslicht aus Pfyn. Damit sollte das Ziel für die Rückrunde gesteckt sein: Klassenerhalt!

Hopp Stette!